Zur Finanzierung der neuen Personalausweise mit kolportierten Kosten in Höhe von 150-300 Euro zieht die deutsche Bundesregierung den Verkauf von sensiblen personenbezogenen Daten aus dem E-Ausweis auf dem freien Markt in Erwägung. Die elektronischen Ausweisdokumente, die mit RFID-Chips, digitalem Bild und biometrischen Daten wie Fingerabdrücke, Gesichtsbild und anderen „biometrischen Daten“ aufgerüstet werden, sind für die Wirtschaft begehrte Informationen.
Fingerabdruck, Iris und Gendaten enthalten präzise Aussagen über den Gesundheitszustand, Anlagen zu Süchten, Erbkrankheiten bis hin zu Informationen über die relative Lebenserwartung und die sexuelle Orientierung. Wer die Möglichkeit erhält, die Daten des E-Personalausweises auszuwerten, ist in der Lage, Bürger informationell und auch gesundheitlich zu durchleuchten. Besonders großes Interesse am Kauf dieser Daten zeigt die Versicherungswirtschaft, da die Risikoanalyse erheblich erleichtert wird und Kunden spezielle Rabatte gewährt werden könnten.
Bereits 2001 verankerte die deutsche Bundesregierung in Anti-Terrorgesetzen, dass biometrische Daten in die Personalausweise mit eingebaut werden, jetzt werden sie zur Finanzierung der Ausweise herangezogen.
Quelle:
http://www.juridicum.at/content/view/1895/2/
Weitere Infos:
http://www.chip.de/news/c1_news_18539262.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/71912
