Thunderbird + OSX Adressbuch Anleitung

Da es mit den static builds immernoch Problemchen gibt, hier eine kleine Anleitung mit der man sich selbst eine funktionierende Version zaubern kann.

Voraussetzungen:

  • XCode installiert
  • Fink installiert
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install orbit
$ sudo apt-get install orbit-dev
$ sudo apt-get install glib
$ sudo apt-get install zip unzip
$ sudo apt-get install pkgconfig

Wenn die o.g. Pakete installiert sind, muss man sich den Sourcecode der aktuellen Thunderbird Trunk besorgen.

Vorher aber noch ein Verzeichnis anlegen

$ mkdir /temp
$ mkdir /temp/mozilla
$ cd /temp/mozilla

In das Verzeichnis eine Datei “.mozconfig” mit diesem Inhalt legen:

# Options for client.mk.
mk_add_options MOZ_CO_PROJECT=mail
mk_add_options MOZ_OBJDIR=@TOPSRCDIR@/obj-@CONFIG_GUESS@

# Options for 'configure' (same as command-line options).
ac_add_options --with-macos-sdk=/Developer/SDKs/MacOSX10.4u.sdk
ac_add_options --enable-application=mail
ac_add_options --disable-accessibility
ac_add_options --enable-plaintext-editor-only

Dann:

$ cd ..
$ export CVSROOT=:pserver:anonymous@cvs-mirror.mozilla.org:/cvsroot
$ cvs co mozilla/client.mk
$ cd mozilla
$ make -f client.mk checkout

Jetzt dauert es eine Weile, dann ist der Sourcecode von Thunderbird im Verzeichnis /temp/mozilla

Dann muss noch der Adressbuch Patch heruntergeladen und angewendet werden.

Dazu den Inhalt der folgenden Website in die Datei /temp/mozilla/adressbook.diff speichern:

https://bugzilla.mozilla.org/attachment.cgi?id=214730&action=view

Den Patch mit folgendem Befehl anwenden:

$ patch -p0 < adressbook.diff

Die Geschichte kompilieren:

$ make -f client.mk build

Das dauert eine gaaaaanze Weile.
Irgendwann sollte dann die fertige Thunderbird.app in /temp/mozilla/obj-??????/dist/ liegen.

Diese .app ist eine dynamische, läuft daher nur auf dem Rechner, auf dem sie erstellt wurde, was zum testen der Funktion aber ausreichend ist.

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10 Kommentare zu „Thunderbird + OSX Adressbuch Anleitung“

  1. Vielen Dank. Das funktioniert ganz ausgezeichnet. In der Anleitung hat sich allerdings ein kleiner Fehler eingeschlichten Es heißt dort:

    ” …Dann:

    $ mkdir /temp $ export …”

    Das mkdir /temp ist an dieser Stelle überflüssig.

    Funktioniert der Patch eigentlich auch mit der aktuellen Thunderbird-Version (1.5)? Die Enigmail GPG-Extension geht nämlich noch nicht mit der Trunk-Version von Thunderbird.

    Herzliche Grüße,

    Christian

  2. ToPPi sagt:

    Danke für den Hinweis!
    Habe ich korrigiert. Da war wohl wieder der Copy&Paste Virus am Start… ;-)

    Momentan lässt sich der Patch nur auf die Trunk Version anwenden.
    Lässt sich aber sicher auch auf die 1.5er umschreiben, dafür fehlt mir im Moment nur leider ein wenig die Zeit.

    Vorerst kann ich daher nur raten in BugZilla für den Patch abzustimmen, damit er möglichst schnell übernommen wird bzw. sich irgendjemand zu einem Backport erbarmt :-)

  3. Leider kann man nur einmal für einen Patch abstimmen :-( .
    Ich wäre mit einer Übernahme in den Trunk schon sehr zufrieden. Ein Backport muss gar nicht sein. Da ist es vermutlich einfacher, von den Enigmail-Entwicklern einen lauffähigen Stand für den Trunk zu bekommen.

  4. Markus sagt:

    Da mir auch Enigmail sehr wichtig ist und ich außerdem generell keine Trunk-Version für meine Mails einsetzen will, nutze ich soweit weiter Plaxo, um TB mit dem Adressbuch zu synchronisieren: http://www.macosxhints.com/article.php?story=20060311045921597

    Realistisch können wir wohl nämlich nicht damit rechnen, dass die Adressbuch-Anbindung vor TB 3.0 Teil eines offiziellen Releases wird. :-(

  5. ToPPi sagt:

    Enigmail läuft mit der TB 3.0 Trunk:
    http://enigmail.mozdev.org/nightly.html

    Mir ist doch eine relativ stabile (ich hatte bisher kein einziges Problem) Trunk Version zig mal lieber, als einem datenschutzrechtlich höchst bedenklichen Anbieter (wie Plaxo), mein komplettes Adressbuch anzuvertrauen, damit der dann anfängt Beziehungsprofile zu erstellen oder die Daten sonstwie ausschlachtet.

  6. Markus sagt:

    Auch nicht bedenklicher als eMails im Klartext um den Globus zu schicken und zusammen mit Kontaktdaten auf Freemail-Servern wie GMX usw. zu speichern.
    Immerhin liest sich deren Privacy Policy sehr ordentlich und Daten werden nur verschlüsselt übertragen. Alleine das ist mehr als die meisten Mail-Provider bieten.

    Ich habe schon einmal meine halbe Inbox verloren, weil eine Prä-Release-Version von TB beim Abrufen von Mails abgestürzt ist. Wer Trunk-Builds von TB einsetzt, provoziert Abstürze ja geradezu.
    Naja.

  7. ToPPi sagt:

    Naja,

    das kann man aber alles ausschließen.
    Ich übertrage meine Mails via SSL an meinen eigenen (lokalen) Server
    (Das Enigmail auch mit der Trunk läuft hast Du ja gesehen?).
    Außerdem nutze ich ausschließlich IMAP Konten, d.h. selbst wenn mir lokal mal was stirbt, liegen die Mails immernoch auf dem (meinem) Server.
    Mein Profil sichere ich natürlich trotzdem in regelmäßigen Abständen.
    Achja – und mein Provider unterstützt natürlich auch SSL :-)

    Ich habe einfach schon sehr viel schlechtes über Plaxo gelesen.

    Da ich mich gelegentlich an der Entwicklung von einigen Opensourceprojekten beteilige, ist es für mich normal Beta/Trunk/Svn Versionen zu nutzen.

    Wenn man einige Sicherheitsmaßnahmen beachtet (wie z.B. regelmäßige Datensicherung – sollte man sowieso machen), hat man damit eigentlich keine Probleme. Ich hatte jedenfalls noch keine :-)

  8. Markus sagt:

    Ich sichere auch regelmäßig meine Daten, aber nicht täglich. Fast alle Mails konnte ich auch wiederherstellen, auch wenn es in diesem Fall mit einiger Frickelei verbunden war. Zumindest bei Mail-Programmen werde ich aber nicht nochmal Stabilität gegen funkelnde neue Features eintauschen.

    Die Kritik an Plaxo, die ich bis jetzt gelesen habe, kam von Leuten, die zu doof/faul waren die Privacy Policy zu lesen. Im Gegensatz zu z.B. Google (speziell GMail & AdSense) basiert das Geschäftsmodel auch nicht darauf, private Daten zu verwerten: http://www.plaxo.com/privacy/q_and_a#q2

    Plaxo ist zwar eine sub-obtimale Lösung, aber IMHO praktikabler und sicherer als ein vollkommen ungetesteter TB-Build, der bereits beim morgigen CVS-Checkout einen Bug enthalten kann, der das komplette Home-Verzeichnis löscht (die Trunk-Version von Adium X hatte nämlich mal genau so einen Bug).

  9. ToPPi sagt:

    Also ich hab die Plaxo Privacy Policy vor meinem ersten Posting (oben) gelesen :-)
    Grundsätzlich liegst Du natürlich richtig.
    Im produktiven Einsatz haben “Beta” Versionen nichts zu suchen,
    es sei denn, man hat sich der Evaluation dieser Versionen gewidmet.
    Irgendwer muss es ja machen ;-)

  10. Ludwig sagt:

    Hallo,

    ich zitiere mal Christian:

    Die Enigmail GPG-Extension geht nämlich noch nicht mit der Trunk-Version von Thunderbird.

    Das stimmt nicht! Es gibt nightly-Versionen von Enigmail, die problemlos mit dem Trunk laufen. Siehe unter http://enigmail.mozdev.org/nightly.html.

    Herzliche Grüße

    Ludwig

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